Positiver Coronatest – was nun?

Wenn der Test auf das Coronavirus positiv ausfällt, ist das vor allem erst einmal ein Schock. Viele Gedanken gehen einem Gedanken durch den Kopf. Wo könnte ich mich angesteckt haben? Mit wem hatte ich in den vergangenen Tagen näheren Kontakt? Und vor allem: Was muss ich jetzt tun und wie geht es überhaupt weiter?

Der erste und wichtigste Schritt nach einem positiven Corona-Test ist, zu Hause zu bleiben, Ruhe zu bewahren und sich zu isolieren. Das ist keine Kann-Regelung, denn nach dem Infektionsschutzgesetz sind Sie jetzt dazu verpflichtet sich zu isolieren, um die Weiterverbreitung des Virus zu verhindern. 

Welche Informationen benötigt das Gesundheitsamt?

Das Labor, das den Test durchgeführt hat, wird das positive Testergebnis automatisch dem Gesundheitsamt übermitteln. Dieses ordnet auch die Isolierung der Betroffenen an. 

Nun müssen Sie auch Ihre engeren Kontaktpersonen der letzten Tage dem zuständigen Gesundheitsamt melden, damit diese gewarnt, getestet und gegebenenfalls isoliert werden können. In der Regel werden nur die engeren Kontakte erfasst, die Sie zwei Tage vor Symptombeginn hatten. 

Wie lange dauert die Quarantäne?

Die Quarantäne gilt zunächst für 14 Tage – in dieser Zeit dürfen Betroffene die Wohnung ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes nicht verlassen, sie dürfen auch keinen Besuch empfangen. Dasselbe gilt auch für die Angehörigen Ihres Haushalts, die sich in häusliche Quarantäne begeben müssen. Bei Verstößen gegen die häusliche Isolation drohen Bußgelder in Höhe von 500 Euro bis 10.000 Euro, in Extremfällen sogar bis zu 25.000 Euro. 

Organisieren Sie daher jemanden, der für Sie das Einkaufen übernehmen kann, oder beispielsweise mit dem Hund Gassi geht. Inzwischen gibt es auch viele Nachbarschaftshilfen und Vereine, die das für Betroffenen anbieten. 

Quarantäne-Tagebuch gibt guten Überblick

Betroffene werden aufgefordert, ein Quarantänetagebuch zu führen. Dort werden mögliche Symptome und die Körpertemperatur festgehalten. Auch allgemeine Aktivitäten und etwaige Kontakte zu weiteren Personen sollen in dem Tagebuch notiert werden. So hat man am Ende der Quarantänezeit einen guten Überblick über den Verlauf der Krankheit. 

Mitarbeiter*innen der Stadt- oder Gemeindeverwaltung sollten üblicherweise auch regelmäßig Kontakt zu den Betroffenen aufnehmen und sich nach dem jeweiligen Gesundheitszustand erkundigen. In der Praxis hat sich allerdings gezeigt, dass vielen Gesundheitsämtern in den Zeiten der Corona-Pandemie schlicht das Personal dazu fehlt.

Wie verläuft eine Corona Infektion?

Eine Infektion mit dem Coronavirus kann sehr unterschiedlich verlaufen. Sie kann ganz ohne Krankheitszeichen bleiben, aber auch zu einer schweren Erkrankung an Covid-19 führen. In den meisten Fällen treten jedoch nur leichte Symptome auf, weshalb bei einem Großteil der Betroffenen ein Krankenhausaufenthalt nicht erforderlich ist und sie sich zu Hause auskurieren können. 

Wenn im Verlauf der Erkrankung ausgeprägte Krankheitszeichen auftreten oder wenn die Beschwerden schlimmer werden, sollten die Betroffenen telefonisch ihre Hausarztpraxis kontaktieren. Außerhalb der üblichen Sprechzeiten ist der ärztliche Bereitschaftsdienst Anlaufstelle zur telefonischen Kontaktaufnahme (Telefonnummer 116117). In Notfällen, zum Beispiel akuter Atemnot, rufen Betroffene die 112 an.

Wann darf ich die Quarantäne wieder verlassen?

Aus der Quarantäne entlassen werden Sie je nach Krankheitsverlauf. Die Entscheidung trifft das zuständige Gesundheitsamt in Abstimmung mit der ärztlichen Betreuung. Bei einem leichten Verlauf ist nach RKI-Maßgabe definiert, dass Sie frühestens nach 48 Stunden Symptomfreiheit und frühestens zehn Tage nach Symptombeginn entlassen werden können

Wenn die getestete Person jedoch Symptome zeigt, verlängert sich die automatische Quarantäne so lange, bis 48 Stunden lang keine Krankheitsanzeichen mehr vorliegen. Die Quarantäne gilt erst als beendet, wenn eine entsprechende Erlaubnis des Gesundheitsamtes vorliegt. Nur in ganz wenigen Ausnahmen lässt sich die Dauer der Quarantäne verkürzen – etwa für Reisende. 

Mehr Informationen zu Möglichkeiten der Quarantäneverkürzung finden sie hier

Wie zuverlässig ist ein positives Testergebnis? 

Die Qualität von Coronatests wird mit zwei Werten gemessen: der „Sensivität“ und der „Spezifität“. Die Sensitivität bezeichnet den Anteil der infizierten Personen, die auch richtigerweise ein positives Testergebnis erhalten. Sie zeichnet aus, wie gut der Test darin ist, eine Infektion aufzuspüren. Hingegen ist die Spezifität der Anteil der Personen, die nicht infiziert sind und auch ein negativem Testergebnis erhalten. Die Spezifität verrät also, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Fehlalarms ist. 

Was die Genauigkeit und Zuverlässigkeit bei Corona-Tests betrifft, müssen unterschiedliche Faktoren berücksichtigt werden. Zunächst muss man unterscheiden zwischen den Antigen-Schnelltests und den PCR-Tests. 

• PCR-Tests weisen das Erbgut des Virus nach. Mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) wird das Erbmaterial des Virus so stark vervielfältigt, dass es im Labor nachgewiesen werden kann, selbst wenn es nur in geringen Mengen im Abstrich vorkam. Das Verfahren ist vergleichsweise zeitaufwendig, gilt wegen der hohen Zuverlässigkeit aber als Referenzmethode.

• Antigen-Tests weisen anders als die PCR-Tests nicht das Erbmaterial des Erregers nach, sondern Proteine aus der Virushülle. Auch hier ist ein Abstrich erforderlich. Ist das Virus in der Probe enthalten, reagieren dessen Eiweißbestandteile mit dem Teststreifen, auf dem eine Verfärbung sichtbar wird.

Warum ordnen Gesundheitsämter oft einen zweiten Test an?

Studien belegen dass bei den sogenannten PCR-Tests die Fehlerrate äußerst gering ist. Das Robert-Koch-Institut (RKI) geht nach eigenen Angaben von einer „Spezifität von mehr als 99,9 Prozent“ aus. Diesen Wert gibt auch die österreichische Gesellschaft für Labormedizin an. 

Antigen-Schnelltests gelten als nicht ganz so genau wie die PCR-Tests, leisten jedoch durch ihre Schnelligkeit einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Pandemie.

Im Hinblick auf geplante Kontakte mit besonders gefährdeten Personengruppen, wie den Großeltern oder Besuche in Pflegeinrichtungen, sind sie schon jetzt ein unverzichtbares Tool. Darüberhinaus setzen Unternehmen und Veranstalter große Hoffnungen in die Schnelltests, auch Wissenschaftler sehen großes Potenzial – und in Österreichs Schulen gehören sie längst zum Alltag. 

Studien belegen, dass bei Personen mit einer hohen Viruslast die Antigen-Schnelltests sehr zuverlässig positiv ausfallen und das Corona-Virus bei Infizierten nachweisen. Sie eignen sich demnach gut, um eine Sars-Cov-2-Infektion in der ersten Woche nach der Infektion nachzuweisen, da die Viruslast im Rachen meistens während dieser Periode besonders hoch ist. Gleichzeitig sind Infizierte dann auch am ansteckendsten. Bei Personen ohne Symptome oder mit sehr mildem Verlauf können Antigen-Tests jedoch in seltenen Fällen falsch negativ ausfallen. Zudem können nur PCR Tests gegebenenfalls Auskunft darüber geben, ob möglicherweise eine Infektion mit einer Virusmutation vorliegt. 

Mehr Informationen zu den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Testmethoden finden sie hier

Generell gilt, dass bei einem positiven Antigen-Schnelltest zur Bestätigung des Ergebnisses immer ein PCR-Bestätigungstest erforderlich ist. 

Professionelle Testung gibt mehr Sicherheit

Noch einen wichtigen Punkt sollten Sie beachten: Falsche Ergebnisse können am ehesten durch das Testen selbst entstehen: Wenn der Abstrich nicht richtig entnommen oder Proben falsch transportiert wurden. Deshalb wird von Experten immer wieder darauf hingewiesen, Tests nach Möglichkeit nur von medizinisch geschultem Fachpersonal durchführen zu lassen. In unseren Testzentren ist dies eine Selbstverständlichkeit.

In den Testzentren von Coronatest.de bieten wir Ihnen sowohl PCR-Tests als auch Antigen-Schnelltests an. Unsere Mitarbeiter*innen sind bestens geschult und unsere Tests und Labore äußerst zuverlässig.